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Carina's Logbuch

SORRY - hier fehlen leider noch die Fotos - so ein Homepage-Umzug macht halt doch viel Arbeit und ich bin noch nicht ganz fertig. Aber den Text könnt ihr ja schon mal lesen.


Es ist wieder mal eine Arbeitswoche auf der CARINA geplant, denn sie soll ja bald ein richtig fahrtentaugliches Schiff werden und mit mir auf große Fahrt gehen.
Sie steht derzeit im Emsworth-Yachtharbour auf dem Trockendock. Das liegt im wunderschönen riesigen Naturhafen "Chichester Harbour" an der englischen Südküste zwischen Brighton und Portsmouth.
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Carina auf dem Trockendock
(noch ohne Windgenerator und Solarzellen)
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Ich hatte 2 Solarzellen (SWP 60 Wp) gekauft und nach England vorausgeschickt, die ich jetzt montieren und installieren wollte. Alles war vor Ort und Stelle, nur die mechanische Montage war noch nicht ganz geklärt. Die beiden Solarzellen sollen jeweils rechts und links des Cockpits an die Reling montiert werden und schwenkbar sein, so dass ich sie
a ) nach der Sonne ausrichten kann und
b) wegklappen kann wenn es im Hafen zu eng wird, oder auf See zu stürmisch wird.

Dazu hatte ich jedoch einen Edelstahlspezialisten vor Ort arrangiert der sich darum kümmern sollte. Die Umsetzung meiner Idee war aber dann doch etwas schwieriger als zuerst gedacht und erfordert eine feste Seereling rund um das Cockpit, was aber eh nicht schaden kann, da man auf diesem Schiff relativ frei steht und froh ist wenn man einen festen Halt findet.
Nach 2 schlaflosen Nächten, auf beiden Seiten, in denen uns die verücktesten Montage-Ideen durch den Kopf gingen, war dann endlich alles geklärt.
Die Montage und Verkabelung de Solarzellen musste aber aufgrund des schlechten Wetters auf den Sommer verschoben werden.

Es fegte der Sturm (10 bft) und regnete ohne Ende - und das bei 3- 12° C.
Da ist es sogar auf dem Trockendock so schaukelig dass man aufpassen muss um nicht seekrank zu werden. Ich wohne nämlich immer auf dem Schiff, auch wenn es auf dem Trockenen steht. Besorgte Freunde aus Oxford fragten an, ob ich da oben noch am Leben sei, denn im nahegelegenen Cowes (Isle of Wight)hatte der Sturm in der letzten Nacht 5 Schiffe an ihren Bojen versenkt.

So nutzte ich die Zeit um im Schiff endlich mal dem Kabelsalat Herr zu werden und verfolgte jedes einzelne Kabel um Ordnung zu schaffen.
Der Ankerkasten wurde abgedichtet, da durch diesen leider immer wieder so viel Feuchtigkeit in die Vorkabine drang, dass die dortigen Bewohner meistens, spätestens am zweiten Tag, umsiedelten in die wenigstens trockene Hundekoje.

Bei diesem "Sauwetter" fand ich auch endlich mal Zeit mich durch das Bücherschapp und all die Seekarten zu arbeiten, auszusortieren und zu erneuern was veraltet war.

Da zum Glück Carinas Cockpit eine sehr wind- und wasserstabile Abdeckung besitzt, ist es auch möglich bei jedem Wetter draußen zu sitzen.
So konnte ich auch den gebrochenen TillerTamer (Pinnenarretierung) austauschen, den ich im letzten Sommer in der Aufregung am Ankerplatz zerstört hatte, als die Strömung das Schiff wie einen Kreisel auf dem Wasser tanzen ließ und beanachbarte Schiffe bedrohlich nahe kamen.

Der Autopilot (Pinnenpilot) bekam eine neue Unterbau-Halterung an die Pinne geschraubt, in der Hoffnung dass dies die Zuverlässigkeit des Piloten steigern wird - Wir werden es sehen, im Sommer bei der Kanalüberquerung.

An den letzten Tagen war dann das Wetter etwas besser, d.h. der Wind begnügte sich mit 5 bft und der Regen reduzierte sich auf ein paar Stunden pro Tag und ein paar einzelne Sonnenstrahlen verleiteten mich zu zwei schönen Ausflügen, die ich dann jedesmal im Regen vollendete.

Ausflug 1)
mit dem Bus die Küste entlang nach Littlehampton um zu sehen wie dort der Hafen und die Zufahrt aussehen. Fazit - ich werde dort nicht hinsegeln. Die Zufahrt ist extrem eng und der Hafen (im Fluss Arun) fällt bis auf wenige Liegeplätze trocken.

Littlehampton selbst ist aber ein hübscher Ort mit langem Sandstrand und herrlichen Dünen.

Ausflug 2) Chichester und Wanderung im Chichester Harbour von West-Wittering nach Itchenor. Es war zwar ein grauer Tag aber zumindest trocken, als ich beschloss Englands größte Düne zu besuchen - kilometerlanger Sandstrand mit herrlichen Dünen und hübschen Standhäuschen erwarteten mich. Ich beschloss die Küste entlang zu wandern nach Itchenor (Hafenamt des Chichester Harbour) um von dort den Bus zurück nach Emsworth zu nehmen. Hätte ich gewusst wie weit das ist, und das entgegen der Behauptung des Busfahrers gar kein Busse ab Itchenor fahren, hätte ich mir diese 8-stündige Wanderung nicht angetan. Dann hätte ich aber einen der schönsten Teile dieser Region verpasst. Gut dass man oft nicht weiß was auf einen zukommt.

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Ende einer zwar kalten und regnerischen Woche mit der ich letztendes doch sehr zufrieden war, da ich viel erledigen konnte, das schon lange liegenbeglieben war. Außerdem war es der letzte längere Aufenthalt in England (vielleicht für immer) und ein letztes Treffen mit all den liebgewonnenen Menschen dort, denn im Augsust, wenn ich wieder zum Schiff komme, werden nur noch schnell die Solarzellen montiert, das Schiff zu Wasser gelassen und dann heißt es:

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"ADE England".

Die große Reise beginnt.

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