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Carina's Logbuch

Neuseeland – Januar 2019

 

Tallships Race – Hangi – mystisches Cape Reinga –

Tutukaka und die Riesenfische

 

Auf dem Weg nach Norden

Es ist der 07. Januar 2019. Los gehts – Richtung Norden – diesmal zu zweit. Gemeinsam mit Ute verlassen wir die Westhaven Marina in Auckland. Wir haben ein sportliches Ziel, jeden Tag ca 40 Meilen um rechtzeitig am 12. Januar in der Bay of Islands zu sein, denn da ist Tallships Race und das wollten wir gerne sehen.

Unser erstes Zwischenziel ist die Insel Kawau. Leider haben wir kaum Wind, aber das bin ich ja nun von Neuseeland schon gewöhnt – kein Wind oder heftige Böen oder Sturm. Dazwischen gibt’s selten was. Also nicht unbedingt das Traumrevier zum „Segeln“, aber ein Traumrevier um per Segelschiff die Küste zu bereisen. Als spätnachmittags der Anker in der Burgess Bay an der Ostseite der Insel Kawau fällt nutz Ute die Gelegenheit für ein erstes Bad im Pazifik. Etwas ganz Besonderes für sie, denn bei ihr ist ja eigentlich tiefster Winter und vor ein paar Tagen hat sie noch Schnee geschaufelt. Mir ist das Wasser wie meist zu frisch, alles unter 25 Grad vermeide ich. Stattdessen genieße ich lieber den Blick auf die wunderschöne Sandbucht, gerahmt von schroffen Felsen und dichtem Regenwald, den Sonnenuntergang und dann bestaunen wir gemeinsam noch ein wenig den klaren Sternenhimmel, finden das Kreuz des Südens bevor wir im Bett verschwinden, denn morgens müssen wir wieder früh raus. Für die geplanten 40 Meilen Etappen müssen wir täglich 10 – 12 Stunden segeln.

 

Smugglers Cove

Um 06:00 Uhr ist wecken und um 07:00 sind wir bereits unterwegs.  Ein bisschen Wind lässt uns streckenweise segeln und das Zusammenspiel zwischen Ute und mir funktioniert wortlos und so selbstverständlich als würden wir schon jahrelang gemeinsam segeln, dabei haben wir uns vor 4 Tagen in Auckland zum ersten Mal gesehen. Während Ute das Schiff führt koche ich Kaffee und bereite Frühstück dass wir dann im Cockpit mitten auf dem Meer verzehren. Von der Küste sehen wir nicht so viel, denn wir segeln den kürzesten Kurs und kommen so gar nicht in die weitläufigen Buchten hinein. Erst als es auf Whangarei zugeht, können wir den kilometerlangen Sandstrand zwischen Bream Tail und Bream Head erkennen an dem es weder Haus noch Straße und auch keine Menschen gibt
Als wir auf die Smugglers Cove zuhalten haben wir ordentlich Schwell aber Ute kann sich von dem Bilderbuchanblick gar nicht losreißen, so traumhaft schön ist es. Ich hatte hier schon mal übernachtet auf der Fahrt nach Auckland und kenne die kleine sandige Bucht bereits. Sie ist gerahmt von spektakulären bewaldeten Felsen, hinterm Sand gelbgrün rollende Hügel hinter denen eine einzelne seltsam geformte Bergspitze hervorlugt. Leider haben wir diesmal sehr viel Schwell der in die Bucht hineinsteht. Mir macht das Geschaukel ja nichts aus und der Rocna-Anker hält sicher aber Ute fühlt sich jetzt nicht mehr so wohl, bleibt aber tapfer. Wir gehen auch hier nicht an Land denn das Beiboot liegt zusammengerollt auf dem Deck. Unsere Etappen sind jedes mal so lang dass es abends zu spät ist das Beiboot noch aufzublasen und zu Wasser zu lassen.

 

Wo ist Ute?

Heute, am dritten Tag, sind wir etwas flotter unterwegs und die Strecke ist auch etwas kürzer so dass wir bereits am Nachmittag in der Mimiwhangata Bay ankommen. Der Anblick der grünen Hügel mit der einzelnen Baumreihe auf ihrem Rücken sowie der lange sichelförmige goldene Sandstrand begeistert Ute genauso wie mich. Es ist erst 16:00 Uhr und der Strand ist so verlockend, deshalb blasen wir das Beiboot auf und rudern hinüber. Als ich am Sandstrand anlande und mich umdrehe ist Ute verschwunden. Wo ist sie? Ich muss sie verloren haben, sie sitzt nicht mehr auf ihrem Platz im Beiboot. Die Welle die das Beiboot im flachen Wasser etwas seitwärts gedreht hat hatte Ute aus dem Boot gekippt - gut dass sie bereits einen Badeanzug anhatte - und die nächste Welle bringt auch mich beim Aussteigen ins Stolpern. Da hänge ich nun im flachen Wasser halb drin halb draußen und Ute muss das Beiboot von meinem Bein herunterziehen dass unters Boot gekommen war. Es muss zum Totlachen ausgesehen haben was wir da vorgeführt haben und am Meisten lachen wir Beide. Es ist uns ja nichts passiert.

Der Strand ist ein Traum - goldgelber feiner Sand soweit man schauen kann. Möwen, Austernfischer und die seltenen Dottorels laufen über den menschenleeren Strand und suchen nach Austen, Muscheln und Würmern. Ein Strand ganz für uns alleine, abgesehen von den Schafen und Kühen die dahinter auf den Wiesen grasen. Ich klettere die Hügel hinauf und habe fantastische Blicke in weitere felsgesäumte Sandbuchten und hinaus auf das weite blaue Meer. Und wieder bin ich ergriffen von der Schönheit und Vielfalt der Natur und der Stille. Die Sonne geht unter und es sieht aus als schütte sie Gold auf die Berge am anderen Ende der Bucht. Kann es etwas Schöneres geben als all dies in Ruhe genießen zu dürfen? Die ersten Sterne leuchten und langsam klettert der Mond über die Hügel und wir in unsere Kojen.

Auch der nächste Tag hält atemberaubende Naturschauspiele für uns bereit. Die Küste ist wieder dramatisch schön und die Krönung ist Cape Brett und Piercy Island, der Felsen mit dem Loch (The Hole in the Rock) durch das man mit dem Schiff durchfahren kann. Hier beginnt die Bay of Islands. Zwischen den zahlreichen Inseln hindurch suchen wir unseren Weg nach Opua das wir am Spätnachmittag erreichen. Für mich ist es wie „nach Hause kommen“. Denn hier habe ich bereits 6 Wochen verbracht, viele neue Freunde gefunden und alles hier ist mir so vertraut. Und beim abendlichen Spaziergang an Land begegnen uns ständig alte Bekannte.

 

Eine Einladung und der freche Spatz

Nach 4 Tagen in denen wir von morgens bis abends gesegelt sind haben wir endlich wieder mal einen Tag an dem wir nirgendwo hin müssen. Wir liegen vor Anker in Opua in der Bay of Islands und haben für heute Waschtag geplant - für unsere Schmutzwäsche und für uns -  denn in Opua gibt es sowohl Waschmaschinen als auch warme Duschen für uns Segler.

Mit dem Wäschesack und unseren Dusch-Utensilien düsen wir mit dem Beiboot zur Marina, machen am Dhingy Steg fest und laufen zum Waschsalon. Da kommt mir Grant entgegen – der Waschbeutel fliegt in die nächste Ecke und ich in Grants Arme und hinterher in Frans Arme. Meine Kiwi-Freunde Grant und Fran hatte ich in Vanuatu kennengelernt  wo sie Crew auf der Dona Catherina waren, einer 54 Fuss Ketch, die einem deutschen Paar (Monika und Martin) gehört. Grant und Fran leben auf der Südinsel und sind extra für die Tallships Race auf die Nordinsel nach Opua gekommen. Wir sitzen nun gemeinsam im Marina Cafe und warten auf Monika und wie es der Zufall so will setzen sich an den Nebentisch Philipp und Simone, meine Linehands aus Panama, die extra aus Wellington zur Tallships Race wieder in die Bay gekommen sind.

Während wir alle gemeinsam unser Wiedersehen feiern und bei Kaffee zusammensitzen erhalten Ute und ich die Einladung auf der Dona Catherina morgen an der Tallships Race teilzunehmen. Das ist ja noch viel cooler als nur zuzuschauen und so sagen wir gerne zu. Aber heute fahren wir erst mal mit Grant und Fran nach Paihia.

In Paihia ist heute wieder Markt, den ein Kreuzfahrtschiff liegt in der Bay vor Anker. Wir schlendern über den Markt und kaufen uns bei meinem Freund Cellum Fish&Chips die hier noch klassisch in Papier eingewickelt werden. Wir suchen uns ein Bankerl an der Uferpromenade um dort unseren Fisch zu genießen. Vor uns zu Füssen wartet eine Schar Möwen geduldig darauf dass uns etwas runterfällt während eine Schar Spatzen ebenfalls auf unsere Reste aus ist. Normalerweise sind die Möwen die aktiv Frechen aber hier … ich kann es gar nicht fassen … einer der kleinen Spatzen kommt angeflogen und reißt mir ein Pommes aus der Hand. Natürlich ist es ihm zu schwer um damit davon zu fliegen und es fällt zu Boden. Unfassbar welche Kraft der kleine Vogel hat um mir das Pommes aus den Fingern zu reißen. Von seiner Tapferkeit profitieren nur die wartenden Möwen die sich gierig darauf stürzen. Als Anerkennung für seinen Mut werfe ich ihm dann doch auch ein Pommes zu an dem er ein wenig knabbern kann.

 

Tallships Race und Hangi

Wir haben die Carina noch am selben Abend nach Russel in die Matauwhi Bay gesegelt wo wir nun mit Hunderten anderen modernen und klassischen Schiffen vor Anker liegen. Hier wird morgen die Tallships Race starten.

Früh morgens sind wir schon mit dem Dinghy zum Yachtclub gefahren und ins Dorf gelaufen um noch ein paar Besorgungen zu machen. Auf der Wiese hinter dem Yachtclub, die wir überqueren müssen, ist ein ca. 12 qm großes Loch ausgehoben und darüber ein riesiges Holzfeuer entzündet worden. Hier wird das Hangi zubereitet das wir nach dem Race verspeisen werden. Ein Hangi ist ein im Erdofen zubereitetes Gericht aus Fleisch, Kohl, verschiedenen Gemüsen und einer Art Semmelknödel. Dazu wird ein Loch gegraben, ein Feuer entzündet in dem Steine erhitzt werden die dann in das Loch gekippt werden. Darüber wird Wasser gesprüht um Dampf zu erzeugen. Die in Alufolie gewickelten Portionen werden in Stahlkörbe geschichtet und auf die heißen Steine herabgelassen. Alles wird mit Tüchern abgedeckt und dann mit Erde zugeschüttet. Darin gart alles einen ganzen Tag lang.

Um 10:00 Uhr holt uns Martin, der Skipper der Dona Catherina, mit dem Dinghy am Yachtclub ab. Er hat es eilig denn er muss mehrere Fahrten machen um die 16-köpfige Mannschaft aufs Schiff zu bringen. Die Mannschaft ist bunt zusammengewürfelt aus Freunden, Seglern, Backpackern mit und ohne Segelerfahrung. Die meisten kennen sich noch gar nicht. Wir versuchen uns all die Namen zu merken und den richtigen Gesichtern zuzuordnen damit das Zusammenspiel während dem Race auch klappt. Die Positionen und Aufgaben werden verteilt und die nächsten beiden Stunden vor dem Start wird trainiert. Fran und ich sind an der Backbordseite als Vorschoter eingeteilt, Fran für das kleine Staysail und ich an der grossen Genua. Jeder haben wir einen Nichtsegler als Helfer zugeteilt bekommen. Ute ist an der Steuerbordseite am Großsegel eingeteilt. Monika ist am Steuer, Martin und Barry die Taktiker und der Sohn am Missen. Insgesamt haben wir 4 Segel zu bedienen und alle 32 Hände der 16 Personen sind gut beschäftigt.

Wir rangeln uns mit zahlreichen anderen Schiffen um den besten Platz am Start. Das Startsignal ertönt … und es geht los. Es sieht fantastisch aus, das Meer ist voller weißer Segel und die kleine Fähre aus Paihia sucht sich mühsam ihren Weg durch das Getümmel. Schöne klassische Boote, Yawls, Dschunken, Schoner überholen uns, denn für unsere schwere Stahlketch bräuchten wir etwas mehr Wind um voranzukommen. Jeder versucht den Idealkurs zu segeln und will keinen Zentimeter davon abweichen. Dabei kommen wir uns natürlich ständig in die Quere und manchmal war es verdammt knapp und beinahe hätte es gekracht, aber die Crew leistet gute Arbeit und Steuerfrau Monika hat alles unter Kontrolle. Weit raus in die Bay und rund um die Inseln geht der Kurs. Gut 5 Stunden sind wir unterwegs. Das Horn ertönt, wir haben die Ziellinie überquert. Juhuu geschafft, alles ging gut und das mit einer so bunt zusammengewürfelten Mannschaft! Und es hat Spaß gemacht. Der Anker fällt wieder in der Matauwhi Bay. Sekt, Bier Wein und eine kleine Brotzeit werden aufgetischt und jetzt wird erst mal an Bord gefeiert. Tuut Tuut, noch immer kommen Schiffe über die Ziellinie herein und Martin beginnt bereits wieder seine Dinghy-Fahrten um uns alle rechtzeitig zur Siegerehrung und zum Hangi an Land zu bringen.

Überall auf der Wiese beim Yachtclub haben sich die Segler auf Matten und Decken rund um das Hangi niedergelassen, sich einen Drink im Yachtclub geholt und warten nun auf die Verlesung der Positionen und das Ausgraben des Hangi.

Wir freuen uns über einen 6. Platz und auf das Hangi das jetzt vor unseren Augen vom Hangi-Team freigeschaufelt wird. Die Decken werden weggezogen und die darunterliegenden Körbe rausgehoben. Viele freiwillige Helfer verteilen nun die Portionen auf Pappteller und an die anstehende Menschenschlange. Und dann sitzen 800 Menschen auf der Wiese und verspeisen mit den Fingern das Hangi das richtig gut geschmeckt hat. Im Zelt und im Yachtclub spielt Musik und es wird getanzt gelacht gesungen.

Es ist schon spät und stockdunkel als Ute und ich uns auf den Heimweg machen. Am Yachtclubsteg liegen Hunderte von Beibooten. Wo ist unseres? Wir müssen über eine ganze Reihe andere Beiboote klettern um in unseres zu kommen. Ich will den Motor starten, aber er springt nicht an, viele viele weitere Versuche bleiben erfolglos. Es ist zum Verzweifeln. Zum Zurückrudern ist es zu weit. Ich bin ratlos. Bis mir endlich die Erleuchtung kommt, ich habe vergessen das Spiralkabel anzustecken, das den Kontakt zum Starten herstellt. Kabel dran und brummmm … kaum macht mans richtig – schon geht’s ;) und wir sind unterwegs in der stockdunklen Nacht. Nun kommt die größere Herausforderung - die Carina finden untern den Hunderten von Schiffen die alle hier ankern. All die Ankerlichter lassen den Ankerplatz wie einen Sternenhimmel erscheinen. Alles sieht gleich aus, Lichter Lichter Lichter. Die Nacht ist so dunkel dass man die Schiffe nicht erkennen kann. Normalerweise merkt man sich ein paar markante auf dem Weg und in der nächsten Nachbarschaft, aber da heute alle unterwegs waren zur Regatta, ist nun das Feld neu gemischt und keiner mehr auf dem Platz auf dem er heute morgen noch war. Es dauert etwas bis wir unser Bötle finden und sind froh als wir endlich zu Hause ankommen.

 

The Far North und die Autopanne

Ute möchte gerne das mystische Cape Reinga an der Nordwestspitze Neuseelands sehen. Dort hin zu segeln passt nicht in unseren Zeitplan und es gibt auch keinen geschützten Ankerplatz dort. Also mietet Ute für einen Tag ein Auto und lädt mich ein sie zu begleiten.

Wir motoren über den noch stillen Ankerplatz zum Yachtclub wo wir unser Dinghy festmachen. Um 08:00 Uhr haben wir Termin bei Kevin, dem Autovermieter in Opua. Es geht alles ganz unkompliziert und wenige Minuten später sind wir mit dem silbernen Kleinwagen unterwegs. Erst mal nach Kawakawa, denn Ute ist Hundertwasser-Fan und möchte unbedingt mal auf seiner Toilette “pipi machen“. Bilder und den Bericht zur berühmtesten Toilette der Welt findet ihr in einer vorangegangenen Geschichte.

Und dann fahren wir nordwärts. In Kerikeri verfahren wir uns und landen aus Versehen an einer der historischsten Stätte der Nordinsel, dem ältesten noch erhaltenem Steinhaus, dem Stonestore. Was da so Besonderes dran ist? Nun ja, in Neuseeland sind Steinhäuser auch heute noch eine Seltenheit, man baut Häuser aus Holz. Erstens weil es genug davon gibt und zweitens, weil diese die vielen Erdbeben besser überstehen. Der Stonestore liegt sehr malerisch an einem Fluss und auf der anderen Flussseite liegt Rewa-Village, ein altes restauriertes Maori-Fischerdorf. Das interessiert uns und die 6 Euro Eintritt zahlen wir bereitwillig. Im Wald versteckt am Hang liegen die kleinen alten niedrigen Häuser deren Wände aus Stämmen von Baumfarnen und deren Dächer aus Palmwedel bestehen. Sie bestehen nur aus einem Zimmer (ca 5 qm) und sind so niedrig dass man nicht aufrecht darin stehen kann. Sie dienten nur als Schlafhütte oder als Schutz vor besonders schlechtem Wetter. Gekocht wurde darin nicht. Dafür gab es extra Kochplätze für die Dorfgemeinschaft. Lebensmittel wurden in extra Häusern oder in den Fels gegrabenen Höhlen gelagert. Unten am Fluss wurden die Kanus gebaut und aufbewahrt. Ein besonders schönes großes Exemplar kann man dort bewundern. Als Kleidung trugen die Maori aus Flax geflochtene Röcke und Umhänge. Die Fasern wurden in Abständen schwarz gefärbt so dass schöne Muster entstanden. Ebenso trug man Umhänge aus gefochtenem Flax die mit Federn bestückt wurden und überwiegend von den Chiefs zu besonderen Anlässen getragen wurden. Am wertvollsten war so ein sogenannter Cloak wenn er ausschließlich Kiwifedern hatte.

Nach diesem unfreiwilligen aber interessanten Zwischenstopp finden wir endlich den richtigen Weg nordwärts. Ab jetzt wird es einfach, es gibt nur noch 2 Straßen die nordwärts führen. Wir nehmen die an der Küste entlang und staunen wie sich die Landschaft alle paar Minuten komplett verändert. Hügel, shroffe Felsen, Wälder, Weiden, Buchten, Strände, einfach nur schön. Es ist bereits früher Nachmittag und unser Magen knurrt. Deshalb machen wir Halt im Küstenort Mangonui. Dort gibt es das berühmteste Fish&Chips Lokal der Nordinsel. Danach steht uns jetzt der Sinn. Leider regnet es inzwischen und der Himmel ist dunkelgrau. Wir stellen das Auto vor ein paar Geschäften ab und machen uns zu Fuss mit Regenjacke und Schirm auf die Suche. Das Lokal ist auf Stelzen ins Meer gebaut und hat eine langjährige interessante Geschichte zu erzählen. Auf einer offenen Terrasse sitzt man über dem Wasser und schaut hinaus auf die „Doubtless-Bay“. Sie heisst so weil James Cook und seine Kumpanen als sie hier vorbeikamen sich einig waren „It is doubtless a Bay“. Die Auswahl im Lokal war riesig und der Fisch war gut. Inzwischen hat es aufgehört zu regnen. Wir schlendern durch den hübschen kleinen Ort zurück zum Auto und … es springt nicht an ???? Oh je, die Batterie ist leer, so leer dass nicht einmal der elektrische Türöffner noch funktioniert. Wir hatten vergessen Licht und Scheibenwischer abzuschalten. Was nun? Leider gibt es im Auto kein Starterkabel, das macht alles noch komplizierter. Eine Frau kommt aus einem der Läden und sieht mit Kennerblick: Batterie leer. Und sie fragt die Nachbarin ob sie ein Starterkabel im Auto haben, aber leider No. Da vorne wäre eine Tankstelle mit Werkstatt – die könnten helfen und sie ruft auch gleich dort für uns an. Leider ist der einzig fähige Mitarbeiter gerade unterwegs, soll aber angeblich gleich zurück sein. Wir warten … und warten… am Ende der Welt … niemand kommt …

Ute läuft zur Tankstelle, um zu schauen ob es dort ein Starterkabel zu kaufen gibt während ich alle Autos die hier in der Zwischenzeit anhalten frage ob sie ein Kabel hätten und fremdstarten könnten. Alle haben sie Adressen von weitentfernten Werkstätten und Gute Wünsche für uns aber keiner hat ein Starterkabel, auch an der Tankstelle gab es keines zu kaufen. Ute ruft den Autovermieter an, aber der hat auch nur den selben Rat, … warten … bis der Mechaniker von der Tankstelle kommt. Endlich, 1 ½ Stunden später kommt ein Herr im Blaumann herübermarschiert mit einer kleinen Batterie unterm Arm, startet unseren Kleinen und ist schon wieder weg. Bezahlen? Nein danke, das sei nicht nötig, war ja nur eine Kleinigkeit.

Da sind wir aber froh und jetzt geben wir Gas, denn bis zum Cape Reinga ist es noch weit. Die uns empfohlene Henderson Bay streichen wir aus Zeitgründen von der Tourplanung. Aber dem Schild „Ninty-Mile-Beach“ können wir doch nicht widerstehen und biegen ab. Zum Glück. Als wir über die viele Meter hohen Sanddünen klettern bietet sich uns ein grandioser Anblick. Weiße Brecher laufen an einem schier endlosen Sandstrand aus. So weit das Auge reicht in beide Richtungen nur Sand und Dünen und die weite blaue raue Tasman-See. Und am Strand fahren Autos! denn Ninty-Mile-Beach ist zwar ein ganz normaler Sandstrand aber auch eine offizielle Straße. Allerdings nur mit Allrad zu befahren, obwohl der Sand total fest ist. In Wirklichkeit ist die Ninty-Mile-Beach nur 45 Meilen lang. Da lag wohl ein Missverständnis vor. Aber das entspricht ja fast 90 Kilometer. Und so hat man den Namen einfach gelassen. Wir waten einige Zeit den Strand entlang durchs flache Wasser hinter den Möwen her bis wir über die Dünen zurück zum Parkplatz klettern. Jetzt beginnt wieder das große Zittern. Nein, uns ist nicht kalt … es ist wegen dem Auto … hoffentlich springt es wieder an. Brrrrruuummm … juhuuu, es läuft und weiter geht’s auf der einzigen Straße die nun noch nordwärts führt. Es gibt keine Ortschaften mehr, nur vereinzelt noch eine Farm und Autos treffen wir nur wenige. Als wir ein Schild „Heidelbeereis“ sehen stoppen wir. Mitten im Nirgendwo steht ein buntbemalter Container der als Imbiss dient. Hier gibt es leckere Pies and Sandwich und Eis aus frischen Heidelbeeren. In kleinen Kisten und Körben wird frisches Obst und Avocados angeboten und in einem alten Kühlschrank, der nicht mehr kühlt, ist ein sogenannter Book-Swop eingerichtet. Also ein Platz wo man sein gebrauchtes Buch hinbringt und sich dafür ein anders nehmen darf. Ein paar alte Sofas stehen unter einem Sonnendach auf denen man sich etwas ausruhen kann oder sein Sandwich verspeist. Wir leisten uns ein großes Eis. Hmmm! So gut! Ganz frisch für uns gemixt, aus Eiscreme und frisch dazugemischten sonnengereiften Heidelbeeren.

 

Mystisches Cape Reinga

Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir, nach vielen Stopps an schönen Aussichtspunkten, das Cape Reinga – wie geplant. Ein langer gut befestigter Weg führt hinaus aufs Kap zum 10 m hohen Leuchtturm der 165 m hoch über dem Meer trohnt.  Er wurde 1941 erbaut und ersetzte den 1879 erbauten Leuchtturm vom nahegelegenen Cape Maria Van Diemen. Er hatte eine 1000 Watt Lampe deren Licht man 26 Meilen (48 km) weit sehen konnte. Inzwischen ist der Leuchtturm vollautomatisiert, solarbetrieben und mit einer 50 Watt Lampe ausgestattet, deren Blitzlicht alle 12 Sekunden 19 Meilen (35 km) weit zu sehen ist. Wunderschöne Blicke bieten sich uns, in die Twighlight Bay und die Felsen auf denen der Leuchtturm steht. Eine Gruppe aus 5 kleinen, scheinbar flügellosen, Vögeln läuft neben uns über die mit Gras bewachsenen Klippen. Wir glauben zuerst es sind Weka-Babies, aber ohne Mama? Mr. Google bringt es Tage später ans Licht, es sind die nur in Neuseeland heimischen „Banded Rails“.

Das Kap strahlt eine gewisse Magie aus. Es ist ganz still hier, riesiger 2-3m hoher Flax blüht gelb und orange, ein paar knorrige Pohutukawabäume klammern sich an die Felsen und man kann in 3 Richtungen auf das weite Meer hinausschauen. Hier treffen der Pazifik und die Tasman-See zusammen und man kann es richtig sehen. Die unterschiedlichen Strömungen die hier zusammentreffen zeichnen eine exakte Trenn-Linie auf die Wasseroberfläche. Am Wegesrand sind Holztafeln aufgestellt, in englisch und maori, die von der Geschichte des Kaps und des Leuchturms erzählen, von den alten Seefahrern die hier vorbeikamen und von Vorfahren der Maori die Neuseeland als erstes besiedelten. Die Maori glauben dass die Geister der Verstorbenen, nachdem sie noch eine Weile bei Ihren Angehörigen verweilt haben, hier vom Cape Reinga aus die Rückreise nach Hawaiki antreten, dem mythischen Land ihrer Herkunft von dem niemand wirklich weiß wo es liegt in dem jedoch viele polynesische Kulturen ihren Ursprung sehen.

Außer uns sind nur wenige Menschen hier draußen. Der Zeitpunkt war gut gewählt, denn tagsüber laden Busse hier Massen von Menschen aus. Jetzt sind wir fast allein. Für eine kurze Zeit ist außer uns nur ein weiterer Mann hier draußen der hin und wieder ein wenig auf einer Art Flöte spielt, was noch mehr zur mystischen Stimmung beiträgt. Er hat es sich inzwischen in einer Hängematte unter einem Pohutukawabaum gemütlich gemacht während wir auf den Klippen neben dem Leuchtturm sitzen und auf den Sonnenuntergang warten. Leider vergebens, denn es ziehen schwarze dicke Wolken auf und wir machen uns auf den Rückweg zum Auto um nicht tropfnass zu werden. Es dämmert bereits und der Leuchtturm hat seine Arbeit aufgenommen. Wir können sein starkes Licht alle 12 Sekunden weit aufs Meer hinaus leuchten sehen.

In der Dunkelheit durch den Regen fahren wir die 220 km zurück nach Opua. Immer wieder huscht etwas in Katzengröße über die Straße und ziemlich oft sehen wir auch plattgefahrene Tiere. In der Dunkelheit auf der regennassen Straße ist schwer zu erkennen was es ist, aber nach dem vierten Mal sind wir sicher dass es Opossums sind. Sie sind hier eine richtige Plage und man stellt Fallen und legt vergiftete Köder aus, denn sie sind die größten Feinde der unter Schutz stehenden Kiwis und all der anderen flugunfähigen Vögel die nur in Neuseeland heimisch sind. Batsch … jetzt haben wir leider ein Opossum überfahren – ausweichen war nicht möglich. Vermutlich ein schnellerer angenehmerer Tod für das arme Tier als in einer Falle zu verenden oder an einem giftigen Köder zu sterben.

Es ist weit nach Mitternacht bis wir zurück sind in Opua. Ein besorgter Security fragt was wir so spät hier machen (Kiwis gehen spätestens um 22:00 Uhr schlafen) und er leuchtet uns noch bis wir mit dem Dinghy seinen Blicken entschwunden unterwegs zur Carina sind. Das war ein langer, sehr erlebnisreicher und schöner Tag und erschöpft sinken wir in unsere Kojen. Schade dass wir nicht mehr Zeit hatten.

Den nächsten Tag nehmen wir uns gar nichts vor, schlafen aus, faulenzen an Bord, lassen das Erlebte wirken und schmieden Pläne für den Rückweg nach Auckland.

 

Tutukaka – der nie erreichte Leuchtturm und die Riesenfische

Und schon sind 2 Wochen um und Utes 3. und letzte Woche ist angebrochen. Wir sind bereits auf dem Rückweg nach Auckland. Bis zum Cape Brett können wir segeln, aber es ist sehr sehr böig. Hinterm Kap ist der Wind komplett weg. So können wir in aller Ruhe nochmal Piercy Island bestaunen. Für die Nacht suchen wir Zuflucht in Whangamumu, einer rundumgeschützten Bucht in der noch spärliche Überreste einer ehemaligen Walfang-Station zu sehen sind. Ganz nett, aber nicht so schön wie ich mir das vorgestellt hatte. So freuen wir uns umso mehr auf die inzwischen schon vertraute Mimiwhangata Bay die wir für die nächste Nacht ansteuern. Leider kommen diesmal Schwell und Wind aus der falschen Richtung und das Geschaukel würde Ute keine ruhige Nacht bescheren. So ankern wir etwas weiter nordwestlich in der Paparaki Bay. Wir amüsieren uns köstlich über die neuseeländischen Ortsnamen, „Kawakawa, Kerikeri, Paparaki, Mimiwhangata" und morgen geht’s nach Tutukaka. Pipi Langstrumpfs Takatuka-Land lag sicher auch in Neuseeland.

Die Einfahrt nach Tutukaka ist etwas abenteuerlich, von Felsen und Riffs gesäumt geht es sehr eng in eine vor allen Wettern geschützte Bucht. Jedoch weisen eine Richtfeuerlinie und Bojen den Weg hinein. Drinnen liegt man dann sehr malerisch und geschützt vor Anker. Am Ende der Bucht gibt es sogar eine Marina in der auch die Ankerlieger ihre Beiboote festmachen dürfen, eine Pizzeria, ein Restaurant, einen Supermarkt, ein paar Häuschen und den Fischerclub mit schöner Terrasse bei dem auch alle Fahrtensegler herzlich willkommen sind. Uns gefällt Tutukaka, es hat alles was wir brauchen und es ist sehr malerisch.

Wir beschließen nach 3 Tagen auf dem Boot uns mal wieder die Füße zu vertreten und ein wenig wandern zu gehen. Wir haben einen Weg am Ufer entlang gesehen den wir gehen wollten aber wie so oft gehe ich wieder mal der Nase nach. Die zeigt nämlich gerade in einen verwunschenen Waldweg hinein den ich mir genauer ansehen wollte und schon sind wir ganz woanders lang unterwegs. Ich hatte den richtigen Riecher, denn der Weg führt durch dichten wunderschönen Wald den Berg hinauf und von dort haben wir einen herrlichen Ausblick auf die felsgesäumte Ankerbucht, auf die Carina die dort gemeinsam mit anderen Schiffen schaukelt und in der anderen Richtung hinaus aufs offene Meer. Ein Schild weist den Weg zum 1 Std entfernten Leuchtturm. Da wollen wir natürlich auch hin. Es geht über Wiesen und auf ein vorgelagertes Kap zu. Viele steile Stufen führen hinunter zum Meer. Oh weh, genauso weit müssen wir dann wohl auf der anderen Seite wieder rauf. Aber der Blick auf die kleine Bucht ist fantastisch schön. Nur eine schmale steile Felsreihe trennt das Meer von unserer Ankerbucht und den Hügel mit dem Leuchtturm von uns. Über den kleinen Sand-und Felsstrand wandern wir nun. Bis wir vor einer Stelle stehen an der  wir entweder durch knietiefes Wasser waten oder mit einem großen Satz hinüberspringen müssen. Für Utes kurze Beine kommt springen nicht in Frage. Besorgt schaut sie auf die starke Strömung im Wasser und fragt ob wir eigentlich Ebbe oder Flut haben. Wir haben Flut, das Wasser wird weiter steigen und das Ziel unserer Wanderung, der Leuchtturm steht auf einer Insel die nur bei Niedrigwasser erreichbar ist. Für uns wird er heute unerreichbar bleiben denn bis wir von dort zurück kämen wären wir vom Festland abgeschnitten und kämen vor Einbruch der Dunkelheit nicht mehr dort hin zurück. Wir setzen uns auf einen Felsen und beobachten wie das Wasser steigt, der Kanal immer breiter wird und der Strand allmählich verschwindet. Ein paar Spätrückkehrer müssen bereits hüfthoch durchs Wasser waten. Dann klettern wir die vielen Stufen wieder hinauf und wandern zurück zur Marina. Im Fischerclub herrscht reges Treiben und Ute bekommt Lust auf ein Bier. Und damit sitzen wir nun auf der Terrasse und beobachten das fröhliche Treiben. Es ist Wochenende. Ein Motorboot hat soeben am Steg unter uns angelegt. Der Kran wird fertiggemacht. Nein nicht das Boot wird hochgekrant, sondern der Fisch den sie gefangen haben, ein 23 kg schwerer kurzschnäuziger Schwertfisch wird hochgehievt, gewogen und ein Foto mit dem stolzen Fischer gemacht. Wir sind beeindruckt - so ein großer Fisch! Die werden max 50 kg schwer und sind eher selten hier.

Wenig später kommt ein weiteres Motorboot und staunend sehen wir eine riesige Schwanzflosse über die Menschenmenge ragen. Wir laufen wieder vor zur Wiegestation … und da hängt ein 90 kg schwerer gestreifter Marlin am Haken. Was für ein Riese, bestimmt 3 m lang und ein wunderschöner Fisch. Einige Leute sind empört so einen "kleinen" Fisch zu fangen, denn angeblich ist er noch ein Baby. Auf einer Tafel an der Wand lesen wir dann was so alles die letzten Tage gefangen wurde. Von Thunfisch über Hai zu Marlins mit einem Gewicht bis zu 320 kg. Was muss das für ein Riese gewesen sein und welche Kraft es gebraucht hat den am Haken zu halten und aufs Schiff zu bringen. Wir reden hier von Sportfischern auf kleinen Motorbooten. Gerade lese ich dass gestreifte Marlins bis zu 420 kg schwer und 4,40 m lang werden. Wow!

 

Der Sailrock – die AhaAha Felsen und eine raue Nacht

Die Tage in Tutukaka mit Spaziergängen, Pizza essen und Markt vergehen viel zu schnell und wir starten zur letzten gemeinsamen Etappe. 75 Meilen von Tutukaka nach Oneroa auf der Insel Waiheke. Es wird also eine Übernachtfahrt werden.

Wir starten am späten Vormittag bei gut wie gar keinem Wind und Böen um die 15 Knoten. Eine Stunde später haben wir bereits 25 Knoten Wind gegenan, ziemlich ungemütlich. Welle, Wind und Strömung gegen uns sorgen für eine raue See und vertreiben uns nach Osten. Ich kämpfe ordentlich um am Sailrock vorbei zu kommen, der ganz alleine mitten aus dem Meer ragt und tatsächlich aussieht wie zwei Segel. Die Sonne geht gerade unter und die Stimmung, die Farben am Himmel und auf dem Wasser sind wunderschön. Und als Kulisse der jetzt grau, blau und rosa leuchtende Sailrock. Ute legt sich schlafen und ich übernehme die erste Wache. Das ist gut so, denn der Wind hat weiter aufgefrischt und ich hätte ohnehin kein Auge zugetan wenn Ute bei diesen Bedingungen alleine da draußen gewesen wäre. Um Mitternacht zum Wachwechsel hat sich der Wind etwas gelegt und ich kann Ute unbesorgt das Steuer überlassen und schlafe sogar ein bisschen. Alle 3 Stunden wechseln wir. Die Sterne sind wunderschön und es ist richtig kalt. Lange Hosen, warme Jacken sind angesagt, etwas dass ich seit einem Jahr, seit ich Portugal verlassen habe nicht mehr angehabt habe. Ute übernimmt die Hundewache, denn sie will den Sonnenaufgang erleben.

Um 07:00 weckt mich Ute. Das Meer ist jetzt wieder sehr rau geworden und jede Menge Riffs liegen auf unserem Weg. Es ist inzwischen hell und viele davon kann man sehen, nur die "AhaAha-Felsen" sehen wir nicht. Die sind ständig mit Wasser bedeckt und somit nicht sichtbar, aber trotzdem flach genug um darauf aufzulaufen. Laut Seekarte sollten sie mit Kardinaltonnen gekennzeichnet sein, aber wir können keine entdecken. Zum Glück hat man heutzutage GPS und gutes Kartenmaterial so dass wir sie sicher umfahren können. Und wieder amüsieren wir uns köstlich über die Namen. Die meisten Inseln, Buchten und Felsen haben ihre Namen der Phantasie James Cooks zu verdanken und wir stellen uns gerade vor wie James Cook mit seiner Endeauvour hier vorbeikam und behauptet dass da Felsen sind. Und die Mannschaft die sich an der Reling stehend vergeblich die Augen ausschaut antwortet „Aha! Aha!“. Die AhaAha Felsen liegen nun hinter uns und vor uns liegt die Insel Waiheke, nur 16 Meilen von Auckland entfernt und die größte Insel im inneren Hauraki Golf. Näher an der Küste ist das Meer weniger rau und um 09:45 fällt der Anker in der geschützten Oneroa Bay, unserem Ziel. Es war eine etwas raue und sehr kalte aber doch sehr schöne Nachtfahrt mit einem fantastischen Sternenhimmel und einem schönen Sonnenaufgang. Und jetzt genießen wir erstmal bei einem ausgiebigen Frühstück auf einem sanft schaukelnden Schiff den Blick auf den langen feinen Sandstrand von Oneroa.

 

Zu den Fotos von der Tall-Ships-Race-dem Hangi- und den Riesenfischen von Tutukaka

 

Zu den Fotos vom Ninty-Mile-Beach, Cape Reinga und einer Fahrt quer durch den Norden 

 

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